Häufige Fragen und Antworten

Allgemein

Strukturschwächere Landkreise, wie unser Neckar-Odenwald-Kreis, profitieren überdurchschnittlich stark von einem Breitbandausbau. Nur mit guter Anbindung ans Internet bleiben ländliche Regionen attraktiv für jüngere Generationen und Pendler, die durch eine schnelle Internetverbindung öfter von zu Hause arbeiten können und in der Folge weitere Wege zur Arbeitsstätte in Kauf nehmen. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt, auch für bereits ansässige Einwohner und Einwohnerinnen des NOK.

Durch den Vectoring Ausbau der Telekom ab dem Jahr 2016, steht der Neckar-Odenwald-Kreis nicht ganz so schlecht da, wie manch andere Kreise in Deutschland.
Ein großes Manko ist jedoch die hohe Variabilität der vorhandenen DSL-Geschwindigkeit. Vielerorts werden nicht einmal 50 Mbit/s flächendeckend erreicht.

Besonders der fehlgeschlagene, geförderte Ausbau der Schulen und Gewerbegebiete im Kreis stellt eine großes Problem dar. Im Artikel Schulen ans Netz? Stolperfalle Breitband. haben wir die Entwicklungen chronologisch aufgearbeitet. Auf der Seite Wissenswertes zum Glasfaserausbau finden Sie weitere Informationen zur lokalen Situation.

Die Uploadgeschwindigkeit ist bei Vectoring auf maximal 40 Mbit/s beschränkt. Sie ist jedoch z.B. für P2P-Videotelefonie oder das Arbeiten aus dem Homeoffice sehr wichtig und bestimmt mit welcher Geschwindigkeit Daten zurück in das Internet und damit auch in das Netz des Arbeitgebers übertragen werden können.

Seit Einführung von ISDN hat sich der Bandbreitenbedarf in den vergangenen 20 Jahren "vertausendfünfhundertfacht". Wir nutzen heute also tatsächlich 1500x mehr Bandbreite als noch im Jahr 2000. Diese Entwicklung wird wohl auch in den nächsten Jahren anhalten.

Ist der Bandbreitenbedarf erst einmal da, kann die notwendige Infrastruktur nicht innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden. Mit der Glasfasertechnologie sind wir sehr gut auf den steigenden Bandbreitenbedarf vorbereitet.

Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren nicht passieren.
Die Deutsche Telekom konzentriert sich auf Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte, da diese Gebiete vergleichsweise kostengünstig erschlossen werden können.

Weitere Informationen zur Strategie der Deutschen Telekom finden Sie am Ende der Seite Wissenswertes zum Glasfaserausbau.

Fiber-to-the-X

Fiber, zu Deutsch Glasfaser, kommt bereits heute auch in Bestandsnetzen zum Einsatz. Wenn ein Anbieter also mit Glasfasertechnologie wirbt, kommt es immer auf die Details an. Je nach Entfernung der Glasfaser zum Endgerät des Kunden, bezeichnet man die genutzte Technologie mit unterschiedlichen FTTx-Kürzeln. Im Neckar-Odenwald-Kreis spielen die drei folgenden Kürzel eine wichtige Rolle:

FTTC (Fiber-To-The Curb/Cabinet)

Das Glasfasernetz reicht bis zu den Verteilerschränken am Straßenrand, die aktive Technik enthalten und somit größer als reine Kabelverzweiger sind. Die Verteilerschränke werden als Outdoor-DSLAMs bezeichnet. DSLAM steht für "Digital Subscriber Line (DSL) Access Multiplexer". Zwischen den DSLAMs und den DSL-Modems bei Endkunden wird auf die bestehenden Kupferkabel zurückgegriffen. In diese Kategorie fällt sowohl VDSL bzw. Vectoring, als auch Kabelfernsehnetze, die mit Internetzugängen aufgerüstet wurden.

FTTB (Fiber-To-The-Building)

Hier reicht das Glasfasernetz bis in die einzelnen Gebäude. Im Gegensatz zu FTTH besteht die Verteilung im Haus noch aus Kupferleitungen. Wenn Sie den Glasfaserabschlusspunkt von  der BBV im Keller installieren lassen, haben Sie streng genommen einen FTTB-Anschluss. Mit einer Hausverkabelung die Gigabit-Ethernet-Verbindungen erlaubt, hat dies jedoch auf absehbare Zeit keinen Nachteil gegenüber einem FTTH-Anschluss. Wird der Weg zwischen dem Glasfaserabschlusspunkt im Keller und der Wohnung jedoch mit anderen Techniken, wie z.B. PowerLAN oder WLAN, überbrückt, führt das meist zu Geschwindigkeitseinbußen am Glasfaseranschluss.

FTTH (Fiber-To-The-Home)

Dieser Anschlusstyp ist aktuell das Optimum. Das Glasfaserkabel reicht direkt bis in die Wohnung. Die BBV verlegt auf Wunsch kostenlos bis zu 10m Glasfaserkabel durch vorbereitete Kabelwege von der Hauseinführung bis in die Wohnung, in der der Glasfaserabschlusspunkt installiert wird. Hierbei spricht man von echtem FTTH. Es entsteht eine durchgängige Verbindung auf Basis von Lichtwellenleitern von der Wohnung bis zum Point-of-Presence (PoP), an dem die BBV das lokale Glasfasernetz mit ihrem Kernnetz verbindet.

Vertrag

Dann wird es mit großer Wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 Jahren keinen Glasfaserausbau geben. Ein FTTB-Ausbau ist mit enorm hohen Kosten von mehreren Millionen Euro verbunden. Daher kann dies privatwirtschaftlich nur bei ausreichendem Interesse vor Ort durchgeführt werden. ist dieses nicht vorhanden, wird sehr wahrscheinlich auch kein anderer Anbieter ausbauen.

Kommt der Ausbau nicht zustande, ist der Vertrag mit der BBV nichtig und es entstehen keine Kosten. Der vorhandene Internetvertrag (z.B. Telekom) kann ganz normal weiter genutzt werden.

In der Vorvermarktungsphase entscheidet sich, ob die BBV das Glasfasernetz in Ihrer Gemeinde ausbaut. Entscheiden Sie sich während der Vorvermarktungsphase für einen Vertrag, wird Ihre Immobile zu einer einmaligen Aktivierungsgebühr von 100 Euro an das Glasfasernetz angeschlossen. Die BBV kümmert sich um die Kabelverlegung von der Straße bis in Ihr Haus und übernimmt alle Kosten für die Bauarbeiten, wenn der Leitungsweg auf Ihrem Grundstück 10m nicht überschreitet.

Nach der Vorvermarktungsphase können Sie sich während der Bauphase in Ihrer Straße noch für 600 Euro plus 100 Euro Aktivierungsgebühr für einen Anschluss entscheiden. Sind die Bauarbeiten in Ihrer Straße abgeschlossen, kostet ein nachträglicher Anschluss 1400 Euro plus 100 Euro Aktivierungsgebühr, da die Straße vor Ihrem Haus dann wieder aufgerissen werden muss.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Kosten.

Nein. Selbstverständlich können Sie Ihren Vertrag nach zwei Jahren regulär kündigen und einen anderen Anbieter wählen.
Ihr bestehender Anschluss der Telekom wird nicht herausgerissen und kann wieder genutzt werden.

Wahrscheinlich. Die BBV öffnet ihr Netz nach zwei Jahren für andere Anbieter nach dem Open-Access-Prinzip. Wie die Telekom ihr Netz an Anbieter, wie z.B. 1&1, vermietet, wird auch die BBV ihr Netz zu marktüblichen Konditionen an interessierte Anbieter vermieten.
Nach zwei Jahren wird es also wahrscheinlich weitere Anbieter im Glasfasernetz der BBV geben.

Die BBV Rhein-Neckar hat zu diesem Thema eine ausführliche Frage und Antwort Seite, auf die wir hier verlinken möchten: Fragen und Antworten zur Portierung.
In jedem Fall müssen Sie zu keinem Zeitpunkt zwei Verträge gleichzeitig bezahlen. Der BBV Vertrag tritt erst dann in Kraft, wenn das Netz ausgebaut ist und Ihr alter Vertrag ausläuft.

Wer aus dem BBV Netz "wegzieht", hat die Möglichkeit einer Sonderkündigung. In diesem Fall sollten Sie direkt mit der BBV in Kontakt treten.

Dann ist der Vertrag nichtig und es kommen keine Kosten auf Sie zu. Sie können Ihren aktuellen Vertrag (z.B. bei der Telekom) einfach behalten.

Hausanschluss

Der neue Glasfaseranschluss bleibt nach Vertragsbeendigung bestehen und kann zukünftig wieder genutzt werden.

Ja, das gilt jedoch nur für Arbeiten auf öffentlichen Flächen bzw. Flächen in Gemeindeeigentum.

Nein. Die Beauftragung der Tiefbaufirmen liegt in der Verantwortung der BBV.

Ja. Auf alle Bauarbeiten auf Privatgrundstücken gilt eine 5-Jährige Gewährleistung durch das Bauunternehmen. Dies umfasst auch die Hausdurchführung.

Das Leerohr von der Straße bis zum Hausübergabepunkt inklusive Hauseinführung wird durch die BBV bzw. deren Generalunternehmer fachgerecht verlegt. Die BBV montiert das ONT dann im Umkreis von bis zu 10 Metern um die Hauseinführung.

Eventuell gewünschte darüber hinausgehende Verkabelung im Haus liegt in der Verantwortung des Eigentümers. Weitere Informationen hierzu haben wir auf der Seite Hausverkabelung zusammen gestellt.

Die Leistungsbeschreibung der BBV Neckar-Odenwald finden Sie hier.

Auf Privatgrundstücken verlegt die BBV die Leerrohre in ca. 60 cm Tiefe.
Dabei werden, wo möglich, modere Verlegeverfahren wie die Erdrakete eingesetzt.

Auf öffentlichem Grund kann die Verlegetiefe je nach baulichen Gegebenheiten und verwendetem Verlegeverfahren variieren.

Hausanschluss (Mietwohnung)

Im Rahmen der Vorvermarktung kann für eine einmalige Anschlussgebühr von 600 Euro ein Hausanschluss realisiert werden.

Alternativ kann ein reiner Telefonanschluss mit einer Laufzeit von 24 Monaten für 20 Euro pro Monat gebucht werden. Zum Ende der Mindestvertragslaufzeit kann der Vertrag gekündigt werden und der Glasfaseranschluss bleibt im Haus bestehen.

Wenn Sie als Mieter einen Glasfaseranschluss nutzen möchten, können Sie den normalen Vertrag der BBV unterzeichnen. Voraussetzung für die Installation des Anschlusses ist jedoch, dass der Eigentümer sein Einverständnis in Form der Grundstückseigentümererklärung (GEE) gibt. Diese kann auch nachgereicht werden, wenn wirklich gebaut wird – kein Eigentümer/Vermieter wird sich hier querstellen und die eigene Immobilie entwerten.

In der Argumentation gegenüber dem Vermieter kann darauf hingewiesen werden, dass für den Vermieter im Rahmen der Vorvermarktung keinerlei Anschlusskosten entstehen und eine Wertsteigerung seiner Immobilie damit einhergeht. Sprechen Sie Ihren Vermieter auf dieses wichtige Thema offen an.

Telefon

Ja, bei einem Wechsel können bis zu 10 Rufnummern mitgenommen werden. Die Portierung von bis zu 3 Rufnummern ist kostenlos.

Nach Beendigung des Vertrages bei der BBV können die Rufnummern selbstverständlich auch zu einem anderen Anbieter mitgenommen werden.

Zwei Sprachkanäle sind im Grundpreis für die Telefonie enthalten. Pro Anschluss können bis zu 3 zusätzliche Sprachkanäle kostenpflichtig hinzu gebucht werden.

Maximal sind 10 Rufnummern pro Anschluss möglich.

  • Übermittlung der Rufnummer des Anrufers zum angerufenen Gesprächspartner
  • Unterdrückung der Rufnummer des Anrufers zum angerufenen Gesprächspartner
  • Dreierkonferenz
  • Anklopfen
  • Rückfragen/Makeln
  • Anrufweiterleitung

Fernsehen

Ja und das empfehlen wir auch. Falls Sie Ihr TV Programm bisher über Satellit empfangen, können Sie das auch weiterhin ohne zusätzliche Kosten tun.

Seit 2018 kann MagentaTV auch unabhängig von einem MagentaZuhause Tarif für 7,95 Euro pro Monat genutzt werden.

Die BBV bietet ebenfalls ein TV Angebot für 10 Euro pro Monat an.

Ja, die BBV bietet ein TV-Paket für 10 Euro pro Monat an.

Die BBV verspricht über 100 Sender in verschiedenen Paketen. Die Sender des Basis-Pakets finden Sie hier. Für private Sender kann optional ein HD-Paket zugebucht werden. <!-- Nähere Informationen zu den einzelnen Sendern und Zusatzpaketen stellt die BBV hier bereit. -->

Ja. Mit der Sky Q App lässt sich das Sky Programm auf den meisten Smart TVs einfach per App starten. Über Sky Go kann das Programm auch über einen Google Chromecast, Apple TV oder Amazon Fire TV angesehen werden.
Dabei wird Sky über das Internet gestreamt. Ein Glasfaseranschluss bietet dafür beste Voraussetzungen.

Ja. Die BBV stellt dafür eine App für iOS und Android Geräte, sowie einen Webservice zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie hier auf der Seite der BBV Deutschland GmbH.

E-Mail-Adressen

Nein, aktuell können keine E-Mail-Konten bei der BBV angelegt werden.

T-Online (@t-online.de)
Ja. T-Online-Adressen können nach einer Kündigung einfach zu T-Online Freemail transferiert werden. Eine entsprechende Anleitung stellt die Telekom hier bereit.

1&1 (@online.de oder @onlinehome.de)
Nein. Diese Adressen lassen sich nach Kündigung nicht weiter nutzen. Hier steht eine Anleitung zur Sicherung bestehender E-Mails bereit.

Vodafone (@vodafonemail.de)
Ja. Diese Adressen können weiter genutzt werden, da der Zugang unabhängig vom Internetzugang bereitgestellt wird.

Unitymedia (unitybox.de)
Nein. Diese Adressen lassen sich nach Kündigung nicht weiter nutzen.

E-Mail-Konten bei Google Mail, Microsoft Outlook, GMX oder anderen vom Internetanbieter unabhängigen Diensten lassen sich wie gewohnt weiterhin nutzen.



Für technisch Versierte und Interessierte finden sich Fragen und Antworten zum Netzbetrieb auf der Seite FAQ Netzbetrieb.

2 Antworten

  1. Wolfgang Stoerzer sagt:

    Liebe BBV,

    Sie sollten Ihre Informationen bzgl. der angebotenen TV Sender aktualisieren bzw. überhaupt anbieten.
    Es kommt nach drücken den angebotenen Links nur eine Fehlermeldung.
    Schlechter Service!!!!

    • Glasfaserinfo NOK sagt:

      Hallo Herr Stoerzer,

      wir sind ein Zusammenschluss interessierter Bürger und nicht die BBV. Da die BBV ihre Webseite aktuell überarbeitet existiert die verlinkte Seite nicht mehr. Wir senden Ihnen die Informationen zum TV Paket gerne in Kürze per E-Mail zu. Bald werden die Informationen auch auf der Webseite wieder zur Verfügung stehen.

      Update: Die Liste mit den im Basis-Paket zur Verfügung stehenden Sendern finden Sie hier.

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