Spatenstich – Wie geht es weiter?

Nachdem die Vorvermarktungsphase im April erfolgreich beendet werden konnte, folgte Ende Juni der symbolische Spatenstich für den Neckar-Odenwald-Kreis in Aglasterhausen. In Schwarzach laufen die Bauarbeiten seit Ende August und werden wohl im Frühjahr 2022 vollständig abgeschlossen sein.
Außerdem gab die BBV im August bekannt, dass über die Vereinspartnerschaften insgesamt 190.125,00 € an die Vereine im Neckar-Odenwald-Kreis ausgeschüttet werden konnten.

Wie geht es nun für mich weiter?

Wer in der Vorvermarktungsphase keinen Vertrag abgeschlossen hat, hat noch bis zum Ende der Bauarbeiten in der eigenen Straße die Chance einen Glasfaseranschluss für 600 € zu erhalten.

Generell läuft der Ausbau in jeder Gemeinde wie folgt ab:

  1. Feinplanung und Akquisition entsprechender Tiefbauressourcen
  2. Symbolischer Spatenstich mit der Gemeinde (wegen Corona meist leider ohne Fest)
  3. Begehung durch Tiefbauer und Abstimmung mit Gemeinde zur Baustellenerrichtung
  4. Herstellung der Hausanschlüsse und Bau des Leerrohrnetzes (1. Kundentermin)
  5. Einblasen der Glasfasern und Installation des Abschlusspunkts (2. Kundentermin)
  6. Inbetriebnahme des Glasfasernetzes

Kundentermine

Was geschieht bei den Kundenterminen? Muss ich etwas vorbereiten? Wohin soll die Hauseinführung? Auf all diese Fragen möchten wir im Folgenden eingehen.

Die BBV übernimmt alle Kosten für den Tiefbau auf den ersten 10 Metern zwischen Straße und Hauseinführung. Für die eventuell gewünschte Verkabelung im Haus, ist der Eigentümer selbst verantwortlich. Auch das wird im Folgenden besprochen.

1. Kundentermin

Beim ersten Termin wird der Ort der Hauseinführung festgelegt, das Leerrohr von der Straße zu diesem Punkt verlegt und eine Hauseinführung gesetzt, durch welche das Leerrohr ins Haus kommt.

Vor diesem Termin sollte man sich Gedanken machen, in welchem Raum man die ankommende Glasfaser am Sinnvollsten ins Haus führen möchte. Falls ein bestehendes Leerrohr genutzt werden soll, sollte man dieses vor dem ersten Kundentermin freilegen.

Ohne Keller

Wer keinen Keller hat entscheidet sich am Besten für den Raum, in dem der Router später stehen soll. Dann ist keine weitere Verkabelung im Haus mehr notwendig. Die Glasfaser lässt sich in diesem Fall entweder oberirdisch oder über eine Schrägbohrung ins Haus einführen.

Mit Keller

Wer einen Keller besitzt sollte den Weg zwischen Hauseinführung und dem Punkt an dem der Router platziert werden soll optimieren. Steht der Router im Arbeitszimmer eignet sich natürlich ein Kellerraum direkt darunter bestens.

Auf keinen Fall sollte jedoch der kostenlosen Leitungsweg von 10 Metern zwischen Hauseinführung und Straße außer acht gelassen werden. Muss gegraben werden kostet jeder weitere Meter 70 €. Die Innenverkabelung um einige Meter zu verlängern kann deutlich günstiger sein, als weitere Meter Tiefbau. Besonders wenn man selbst Hand anlegt. Mehr dazu auf der Seite Hausverkabelung.

2. Kundentermin

Der zweite Kundentermin legt den Fokus auf die Glasfaser selbst.
Das Glasfaserkabel wird vom Kabelverzweiger (KVz) der Straße bis ins Haus mit Luftdruck in das zuvor verlegte Leerrohr eingeblasen. Danach wird ein kleines Kästchen (APL) im Haus angebracht, mit dessen Buchsen die Glasfaser verspleißt wird. Im Gegensatz zum ONT – dazu später mehr – benötigt dieser Kasten keinen Strom.

Befindet sich die Hauseinführung nicht am gewünschten Punkt, an dem der Router aufgestellt werden soll, ist Folgendes zu beachten.

Hausverkabelung mittels Glasfaserkabel (Mehrfamilienhaus)

Wenn man die Glasfaserleitung im Haus mit unkonfektionierten Glasfaserkabeln verlängern möchte, sollte man alle Verlegearbeiten vor diesem Termin erledigt haben, damit der Techniker die Glasfasern der Hausverkabelung im APL mit einem Stecker verspleißen kann. Ein Spleiß, der die Hausverkabelung mit dem Glasfasernetz verbindet, ist an diesem Punkt kostenlos.

Dies zu berücksichtigen ist sehr wichtig, da viele Elektriker bisher keine Spleißgeräte für Glasfasern besitzen und ein solcher Spleiß dann schnell sehr teuer werden kann.

Sind eventuelle Wanddurchbrüche und Leerrohre oder Kabelkanäle groß genug, kann man auch vorkonfektionierte Glasfaserkabel verwenden. Dann muss nicht gespleißt werden und man kann die Verkabelung auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigen.

Hausverkabelung mittels Kupferkabel (Einfamilienhaus)

Alternativ kann die Hausverkabelung auch als Ethernet-Kupferleitung ausgeführt werden. Aufgrund der deutlich kürzeren Kabelwege im Haus, bremst eine korrekt durchgeführte Ethernetverkabelung den neuen Glasfaseranschluss auch nicht aus.

Für Einfamilienhäuser stellt dies meist die deutlich einfachere und kostengünstigere Möglichkeit da. Die geschirmten Kupferkabel können auch ohne Rücksicht auf große Biegeradien um Ecken verlegt werden und mit einfachstem Werkzeug mit Steckern verbunden werden.

Hier ist zu beachten, dass in der Nähe des APLs (Hauseinführung) eine Steckdose für das ONT vorhanden sein muss.

Alle Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten der Verkabelung haben wir auf der Seite Hausverkabelung zusammen getragen.

Kündigungsfristen Altanbieter

Stehen die Bauarbeiten im eigenen Ort vor der Tür, sollte man sich mit der Kündigungsfrist des bestehenden Internetvertrages vertraut machen.

Wer keine Probleme damit hat, etwas auf seinen Glasfaseranschluss zu warten, muss nichts weiter unternehmen. Der Vertrag mit toni beginnt erst, wenn der Vertrag mit dem Altanbieter ausläuft – damit kommt es auch zu keinen doppelten Kosten.

Wenn man zur Fertigstellung des Glasfaseranschlusses gerüstet sein möchte, kann man schon zuvor auf einen monatlich kündbaren Vertrag wechseln. Dann kann der Glasfaseranschluss direkt genutzt werden.

Wer sich nicht selbst um den Wechsel kümmern möchte, kann sich zum Beispiel an ABICOS Systems wenden. Das Unternehmen hat schon im Rhein-Neckar-Kreis mit der BBV zusammengearbeitet und kümmert sich kostenlos um einen Wechsel auf einen monatlich kündbaren Vertrag.

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