Frage-Antwort-Runde mit der BBV

Wie versprochen leiten wir Fragen die wir selbst nicht beantworten können an die BBV weiter. Die BBV hat frühzeitig einen Kontakt zu Herrn Thomas Fuchs hergestellt, der die Pressearbeit und Kommunikation der BBV betreut. Eingehende Fragen geben wir gesammelt an Herrn Fuchs über, sodass der Aufwand durch ständige Einzelfragen überschaubar bleibt.

Nachdem wir selbst einige Fragen an die BBV hatten und uns auch viele Fragen erreicht haben, übergaben wir die erste Sammlung an Herrn Fuchs der sich den Antworten sehr freundlich und schnell annahm. An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Fuchs bedanken, der uns auch bei kritischen Fragen ausführliche Antworten geliefert hat. Nachfolgend also die Fragen von unserer Seite und die Antworten der BBV.

Frage:
Ist schon ein Enddatum für die Vorvermarktung bekannt und wird dies frühzeitig bekannt gegeben?
Antwort BBV:
Angesichts von COVID-19 gibt es noch kein konkretes Enddatum für die Vorvermarktung. In der Sitzung des Kreistags haben wir am Mittwoch gesagt, dass die Vermarktung in allen Kommunen zeitgleich stattfindet und voraussichtlich bis ins Frühjahr 2021 hinein läuft. Im Laufe der Planungen wird voraussichtlich bis zum Sommer ein konkreter Stichtag bekannt gegeben.
Zudem wird es durchaus einen Wettbewerb zwischen den Kommunen geben. Ausgebaut werden soll in der Reihenfolge, in der die jeweiligen Vermarktungsziele erreicht wurden.

Frage:
Aus Pressemitteilungen aus dem Jahr 2017 geht hervor, dass der initiale Bau des Netzes von der ZTE Deutschland übernommen wird, das Netz nach Fertigstellung an einen Investor verkauft wird und schlussendlich von der BBV langfristig gepachtet und betrieben werden soll. Trifft diese Struktur auch auf den geplanten Ausbau im Neckar-Odenwald-Kreis zu?
Antwort BBV:
Mit der ZTE wurde bisher nur ein Projekt finanziert, und das in Kooperation mit einem Infrastrukturfond. ZTE hat in diesem Projekt übrigens lediglich einen Teil der aktiven Komponenten des Netzes geliefert. Wir planen als BBV aktuell keine weitere Zusammenarbeit bei unseren Projekten mit der ZTE. Manchmal anzutreffende Berichte in der Presse beziehen sich gerne auf eine gemeinsame Pressemeldung beim Ausbau in Bretten. Mit der ZTE gab es aber in der Realität keine Zusammenarbeit in den anderen Ausbaugebieten.

Von der Struktur hat die BBV mehrere Möglichkeiten der Finanzierung. Eine ist die Finanzierung über Infrastrukturfonds (für passive Netzkomponenten, die dann durch die BBV zurückgemietet werden). Die andere Möglichkeit ist, dass die BBV Projekte aus eigenen Mitteln finanziert.
Für den NOK ist eine 100% Finanzierung durch die BBV und Fonds geplant. Für diesen eigenwirtschaftlichen Ausbau werden keine staatlichen Fördergelder oder Fremdfinanzierungen in Anspruch genommen. In keinem Fall wird der Steuerzahler belastet.

Anmerkung Glasfaserinfo NOK: Weitere Informationen haben wir auf der Seite Unternehmensstruktur der BBV zusammengetragen.

Frage:
Wie viele Parteien in einem Zwei- oder Dreiparteienhaus müssen unterzeichnen, damit das gesamte Haus ans Kernnetz angeschlossen wird?
Antwort BBV:
In der Regel reicht schon ein Vertrag pro Mehrfamilienhaus.

Frage:
In den Verträgen wird folgender Satz genannt: „Liegt Ihr Hausanschluss weiter als 10m von der vor dem Grundstück verlegten Glasfaserleitung entfernt, so erhöhen sich die Kosten für den Hausanschluss um 70€ je zusätzlichem Meter.“. Bedeutet dies im Umkehrschluss erhebliche Mehrkosten für Kunden, wenn die Glasfaserleitung auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlegt wird?
Antwort BBV:
Nein, die Straßenquerung wird dabei nicht zu Lasten des Kunden berechnet.

Frage:
Ab welchem Punkt werden die 10m bis zum Hausanschluss gemessen?
Antwort BBV:
Ab Grundstücksgrenze (in der Regel Bürgersteig).

Frage:
Wird es möglich sein, einen Teil der Strecke zum Hausanschluss selbst mit Leerrohren zu bestücken?
Antwort BBV:
Ja.

Frage:
Im Rhein-Neckar-Kreis kam es anfangs zu Problemen bei Planung, Dauer und Kommunikation seitens der BBV. Die Verzögerungen schienen besonders mit der Übernahme bestehender Infrastruktur zusammenzuhängen. Greift die BBV auch in unserer Region auf bestehende Infrastruktur zurück, die in der Folge zu ähnlichen Verzögerungen führen könnte?
Antwort BBV:
Die Situation im NOK ist nicht mit der im Cluster Sinsheim vergleichbar. Im Prinzip arbeiten wir dort bereits seit längerem mit allen Genehmigungsbehörden in den Kommunen eng und vertraulich zusammen. Dabei verbindet uns der Wille, die Ausbauprojekte vor Ort überall in einem überschaubaren Zeitraum zu realisieren. Denn letztlich verdienen wir als Betreiber nur dann Geld, wenn die Kunden tatsächlich am Netz sind. Deutlich mehr Zeit als ursprünglich gedacht, hat die Abstimmung bei Übernahme oder Anmietung bestehender Infrastrukturen des Zweckverbandes und/oder der Kommunen vor Ort gedauert. Hier haben wir für Deutschland teilweise rechtliches Neuland bei den Verträgen betreten müssen.
Die Gewissheit, dass wir auf vorhandene Strukturen zugreifen können, ist eine Voraussetzung für die ordentliche Planung und letztlich die Wirtschaftlichkeit des Ganzen. Das es hierdurch zeitliche Verzögerungen gegeben hat, ist korrekt und war sicherlich nicht in unserem Sinne. Dass es hier an der ein oder anderen Stelle Kritik gab, ist teilweise nachvollziehbar und teilweise nicht. Wie überall gibt es Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind und andere, denen es einfach nicht schnell genug geht.

Die BBV hat in den letzten Jahren viel Erfahrung mit Genehmigungsverfahren und dem Prozedere gesammelt. Dies hilft bei der Planung und Abstimmung. Zudem sind wir im Rahmen der Kooperation mit dem NOK schon dabei, notwendige Vorarbeiten für die Planung in den Kommunen einzuleiten und mögliche Hindernisse früh zu erkennen, um diese gemeinsam zu bewältigen. Dies sollte eventuelle Bedenken zerstreuen, denn letztlich sind wir ein Wirtschaftsunternehmen, dass nur an funktionierenden Infrastrukturen verdient. Je eher, desto besser.

Frage:
Sind durch die Verzögerung im Rhein-Neckar-Kreis schon jetzt Auswirkungen auf die Ausbauarbeiten im Neckar-Odenwald-Kreis aufgrund der Tiefbaukapazitäten denkbar?
Antwort BBV:
Nein, damit ist nicht zu rechnen. Wir haben schon erste Tiefbaukapazitäten für den NOK akquiriert und es werden weitere im benötigten Rahmen hinzukommen.

Frage:
Stellt die BBV eine Störungshotline zur Verfügung die auch am Wochenende erreichbar ist? Falls ja, wird die Störung auch am Wochenende bearbeitet und Maßnahmen zur Behebung eingeleitet? Falls nein, wird dies in naher Zukunft eingerichtet, wenn ein größeres Gebiet erschlossen wird?
Antwort BBV:
Ja, in Form eines Anrufbeantworters, welcher regelmäßig abgehört wird. Bei eklatanten Störungen wird dann auch eine Entstörung eingeleitet – für Standard-Störungen erfolgt die Bearbeitung am nächsten Werktag.

Frage:
Bisher konnte ich auf den Webseiten der BBV nur offene Gräben als Hauszuführung finden. Setzt die BBV auch auf das Bodenverdrängungsverfahren?
Antwort BBV:
Ja, es werden, wo nötig, auch Verdrängungsverfahren wie die Erdrakete und Spülbohrungen eingesetzt. Vorzugsweise wird jedoch die offene Bauweise priorisiert.



Weitere Fragen und Antworten haben wir auf der Seite Häufige Fragen zusammengestellt.

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